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So prüfst du, ob dein Smartphone 5G unterstützt

So findest du heraus, ob ein Android-Smartphone 5G unterstützt, warum trotzdem kein 5G-Symbol erscheinen kann und welche Rolle Frequenzbänder, Tarif und Mobilfunkanbieter spielen.

Prüfe die genaue Modellnummer statt nur den Marketingnamen. Googles Seite zur Pixel- und Anbieterkompatibilität zeigt, dass 5G von Telefonmodell und Anbieter abhängt; die offiziellen Pixel-Spezifikationen listen Funkunterstützung je Modell. Enthalten die offiziellen Daten des genauen Modells keine 5G-Hardware und erforderlichen Bänder, können Software, SIM oder Tarif diese fehlende Funkfähigkeit nicht hinzufügen. Nutze bei anderen Telefonen die exakte regionale Herstellerspezifikation und die Kompatibilitätsangaben des Anbieters.

Ein Smartphone hat 5G-Hardware oder eben nicht. Android 17, ein Update der Anbietereinstellungen oder eine neue SIM-Karte können aus einem reinen 4G-Modem kein 5G-Modem machen.

Das klingt selbstverständlich, sorgt aber erstaunlich oft für Verwirrung. Viele aktuelle günstige Android-Smartphones unterstützen weiterhin nur 4G, während manche älteren Topmodelle bereits 5G beherrschen. Die genaue Modellnummer ist wichtiger als das Jahr auf dem Kaufbeleg.

Prüfe zuerst die Netzwerkeinstellungen

Am schnellsten geht die erste Prüfung direkt in den Android-Einstellungen.

Auf Pixel-Geräten und vielen Smartphones mit weitgehend unverändertem Android öffnest du Einstellungen > Netzwerk & Internet > SIM-Karten, wählst die SIM-Karte und danach Bevorzugter Netzwerktyp. Wenn dort eine Option mit 5G, NR oder 5G/LTE erscheint, unterstützt das Smartphone auf diesem Softwarestand und mit diesem Anbieterprofil 5G.

Auf Samsung-Geräten findest du die Auswahl meist unter Einstellungen > Verbindungen > Mobile Netzwerke > Netzmodus.

Bei Xiaomi und POCO liegt sie in der Regel unter Einstellungen > SIM-Karten und Mobilfunknetze > Bevorzugter Netzwerktyp.

Bei OnePlus findest du die Option meist unter den Einstellungen für das Mobilfunknetz, anschließend bei der betreffenden SIM-Karte oder beim bevorzugten Netzwerktyp. Die genaue Bezeichnung kann je nach OxygenOS-Version abweichen.

Wenn die höchste Auswahl LTE, 4G, 3G oder 2G ist, könnte das Smartphone ein reines 4G-Modell sein. Ich schreibe bewusst könnte, denn manche Mobilfunkanbieter blenden 5G-Einstellungen aus, wenn Tarif, SIM-Karte oder Region sie nicht unterstützen. Die technischen Daten der exakten Modellvariante klären die Frage endgültig.

Suche nach der genauen Modellnummer

Öffne Einstellungen > Über das Telefon und notiere die Modellnummer, nicht nur den Verkaufsnamen. Ein Galaxy A55 5G und eine regionale Variante eines anderen Modells der A-Serie können unterschiedliche Mobilfunkstandards unterstützen. Dasselbe gilt für viele Geräte von Xiaomi, Motorola, OPPO und Vivo.

Suche zuerst auf der Produktseite des Herstellers nach der Modellnummer. GSMArena eignet sich ebenfalls für einen schnellen Überblick, bei widersprüchlichen Angaben ist aber die Herstellerseite die bessere Quelle.

Achte im Abschnitt zu Mobilfunknetzen auf 5G NR-Bänder. Häufige 5G-Bänder unterhalb von 6 GHz sind je nach Land und Anbieter n28, n41, n71, n77 und n78. mmWave-Bänder wie n260 und n261 werden in deutlich weniger Regionen genutzt und sind meist nur bei bestimmten Gerätevarianten vorhanden.

Wenn das Datenblatt ausschließlich GSM-, WCDMA-, LTE- oder 4G-Bänder aufführt, unterstützt das Smartphone kein 5G.

Ein 5G-Smartphone braucht noch drei weitere Dinge

Die Hardware ist nur der erste Schritt.

Du brauchst außerdem einen Mobilfunktarif mit 5G-Zugang. Bei manchen Tarifen ist 5G automatisch enthalten, bei älteren, besonders günstigen oder bestimmten Prepaid-Tarifen nicht. Auch Geschäftskunden- und MVNO-Tarife unterscheiden sich hier teilweise.

Am Standort muss 5G verfügbar sein. Die Netzabdeckungskarte des Anbieters ist ein guter Ausgangspunkt, aber keine Garantie. In Gebäuden kann der Empfang deutlich schlechter sein als draußen, besonders bei höheren 5G-Frequenzen.

Und die Frequenzbänder müssen zusammenpassen. Ein aus einer anderen Region importiertes Smartphone kann in einem Land 5G unterstützen, aber wichtige Bänder deines deutschen Mobilfunkanbieters nicht beherrschen. Es ist dann technisch 5G-fähig, verhält sich in deinem Netz aber möglicherweise wie ein 4G-Gerät.

Sieh auf die Statusleiste, aber verlasse dich nicht zu sehr darauf

Wenn das Smartphone tatsächlich mit 5G verbunden ist, zeigt die Statusleiste normalerweise 5G. Je nach Anbieter und Land können auch Bezeichnungen wie 5G+, 5G UW oder 5G UC erscheinen.

Fehlt das 5G-Symbol, bedeutet das nicht automatisch, dass das Gerät kein 5G unterstützt. Du könntest dich außerhalb der Abdeckung befinden, in einem Gebäude mit stark abgeschirmtem Empfang sitzen, einen Tarif ohne 5G nutzen, ein unpassendes SIM-Profil haben oder ein Gerät verwenden, das 5G im Dual-SIM-Betrieb nur auf einem Steckplatz zulässt.

Falls du einmal 5G E siehst, handelt es sich nicht um echtes 5G, sondern um eine LTE-Marketingbezeichnung. Der US-Anbieter AT&T verwendete dieses Symbol für ausgebautes 4G LTE und sorgte damit jahrelang für Verwirrung.

Prüfe den Prozessor, aber höre dort nicht auf

Der SoC zeigt meist, ob 5G grundsätzlich möglich ist. Qualcomm Snapdragon 480 und neuere ausdrücklich als 5G vermarktete Chips, viele Snapdragon-Modelle der Reihen 6, 7 und 8 Gen, MediaTek-Dimensity-Chips, Samsung Exynos 1280 und neuere 5G-Chips der Mittel- und Oberklasse sowie alle Google-Tensor-Chips sind typische Beispiele.

Die Prozessornamen sind allerdings unübersichtlich. Manche Snapdragon-Chips der 600er-Reihe unterstützen nur 4G. Einige Smartphones verwenden eine grundsätzlich 5G-fähige Plattform, werden aber trotzdem als 4G-Variante verkauft. Geräte mit MediaTek Helio G sind meist auf 4G beschränkt, während Dimensity die 5G-Familie von MediaTek ist.

Nutze den Prozessor als Hinweis und prüfe danach trotzdem die vollständige Modellnummer und die unterstützten Frequenzbänder.

SA und NSA bei 5G

5G wird grob in zwei Betriebsarten eingesetzt.

NSA, also Non-Standalone 5G, kombiniert den 5G-Funkzugang mit einem 4G-Kernnetz. Dadurch konnten Mobilfunkanbieter 5G schneller ausbauen.

SA, also Standalone 5G, verwendet ein 5G-Kernnetz. Das kann Latenz, Netzeffizienz und künftige Funktionen verbessern, der Ausbau unterscheidet sich aber weiterhin deutlich zwischen den Anbietern.

Für normales Surfen, Karten, Nachrichten oder Videos müssen sich die meisten Menschen nicht intensiv mit SA und NSA beschäftigen. Wichtiger wird der Unterschied, wenn dein Anbieter Funktionen auf SA verlagert, du ein frühes 5G-Smartphone nutzt oder auf möglichst niedrige Latenz angewiesen bist.

Warum dein 5G-Smartphone immer LTE anzeigt

Arbeite diese Punkte der Reihe nach ab:

  • Prüfe, ob unter Bevorzugter Netzwerktyp 5G oder NR ausgewählt werden kann.
  • Kontrolliere, ob dein Tarif 5G enthält.
  • Sieh in der Netzabdeckungskarte deines Anbieters am genauen Standort nach.
  • Gehe nach draußen oder ans Fenster, um schlechten Empfang im Gebäude auszuschließen.
  • Prüfe, ob die SIM- oder eSIM-Leitung aktiv und als Daten-SIM festgelegt ist.
  • Kontrolliere, ob der Dual-SIM-Betrieb bei deinem Modell 5G einschränkt.
  • Vergleiche die 5G-NR-Bänder des Smartphones mit den Bändern des Anbieters.
  • Installiere verfügbare System- und Anbieterupdates.

Wenn alles passt und das Gerät trotzdem nie ein 5G-Netz findet, teste eine andere SIM-Karte desselben Anbieters oder bitte den Anbieter, die Bereitstellung der Leitung neu anzustoßen.

Lohnt sich ein Upgrade wegen 5G?

Manchmal. Das ist die ehrliche Antwort.

In einer Stadt mit guter 5G-Abdeckung im mittleren Frequenzbereich kann der Geschwindigkeitsunterschied deutlich sein. Downloads sind schneller fertig, ein Hotspot fühlt sich besser an und die Latenz kann sinken. In ländlichen Gebieten mit schwachem oder lückenhaftem 5G kann eine stabile 4G-Verbindung angenehmer sein als ein Smartphone, das ständig zwischen LTE und 5G wechselt.

Wenn dein aktuelles Gerät gut funktioniert und 5G in deiner Gegend kaum verfügbar ist, solltest du nicht nur wegen des Symbols wechseln. Entscheide nach dem Gesamtpaket: Akku, Kamera, Update-Support, Speicher, RAM und Modemqualität.

Quellen

  1. Google Pixel Help: Use your Pixel phone with any mobile carrier
  2. Google Pixel Help: Pixel phone hardware tech specs
  3. Android Developers: SignalStrength

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